"Die Falltür"

                                 (Hörspielversion unter Menü/Sprecher-Repertoire/Audio-Play)
 
 
 
 
 
 
Noch ein Schritt, oder auch zwei,
ist´s nach dem ersten schon vorbei?
 
Russisch Roulette, nicht bleigetränkt, 
ob der Anfang mir das Ende schenkt?

Warum nicht einfach stehen bleiben, 
genug vom Rundherum, dem Treiben,
 
wieso nicht warten, den Blick riskieren, 
und die Geschwindigkeit kastrieren.
 
Der Dauerlauf ist altbekannt, 
die große Frage bleibt konstant.
 
Die Leere wird nicht aufgefüllt, 
nur weil der Stiefel sie umhüllt,
 
der Sprung zum nächsten Mosaik, 
oft getan, doch nie gesiegt,
 
die Falltür, niemals aufgefunden, 
keine Lust mehr zu erkunden.
 
Und es erschleicht mich das Gefühl, 
das Stehenbleiben, es hat Stil
 
Die Erdkruste bricht langsam auf, 
der Blick geht abwärts, nicht hinauf.
 
Sieh da, die Suche hat ein Ende, 
keine empor gestreckten Hände.
 
Der freie Fall schenkt den Genuss, 
nachdem ich nicht mehr suchen muss,
 
doch abrupt ist ´s auch vorbei,
es kracht und ich bin live dabei.
 
Möbius lässt herzlich grüßen, 
wieder Boden unter den Füßen.
 
Und das Mosaik, es lacht, 
tief grinsend aus dem Kellerschacht.

Der Stiefel drängt zum ersten Schritt, 
bereit zum nächsten Teufelsritt.

Wann wird die Falltür wiederkehren? 
Drum werd ich mich wohl kaum noch scheren.

 

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