"Nur a Funkn" (Wiener Dialekt Poetry)

 
Der, was sagt, der Weg is des Zü, 
mit Verlaub, der was net vü.
Mit so an Spruch kaunst da nix kaufn,
da wirst am Weg di nur verlaufn,

Wäu do gibts links und rechts, zwa Seitn,
wo sie a aundere verbreiten,

Nur a Funkn, der kurz brennt, 
schowieder hast eam moi verpennt,

zruck zum Start.. geht’s mit dein Gsicht, 
wia bei „Mensch ärgere dich nicht“.

No moi wirfln? Host do an Bock? 
Na, verdau erstmoi den Schock.

Bleib ruhig, und daun hoi gaunz tief Luft, 
a bissl Zeit is no, bis zur Gruft.

Is des Brettl wirklich deins? 
Na, es is in göbn seins.

Der strahlt, so wia die Sunn im Summa, 
er hots gschofft, is aufekumma.

Er hot sein Funkn inhaliert, 
und sich hinauf katapultiert.

Wos tuast du, denk afoch zünftig,
gratulieren warad vernünftig,

wäu dann wirst segn, es geht da besser, 
ka Damokles wetzt sei Messer,

Und boid, i glaub du wirst versteh, 
vielleicht foit drausd der erste Schnee,

ha! Daun is wieder Funkn-Zeit,
und du greifst zua und bist bereit,
 
weil des Leben is a Spü, 
und is da Weg daun doch des Zü?

Daun geht’s los, mitn Aufesausen,
und da Göbe  is dei Brettljausn.

Olle hast jetzt auwagramt, 
der Blaue, der hot sogor gwant,

und a den Greanen host brav gschnupft,
host eam gaunz afoch owagschupft.

Doch jedes Spü hat a sei End, 
a Depp is der, ders net erkennt,

kurz is die Zeit der Euphorie,
wäu vü länger wors a nie,

und schnö verlierst in Untergrund, 
wäu des Brettl is a Hund,

schleicht sie afoch in die Schochtl, 
vom Fädenziaga krieagst a Tochtl,

und daun wirds stü und zapperduster,
ka Funkn mehr, net moi a Huster,

Jetzt host das daun a hinter dir, 
eigentlich es olle vier.

Doch es wor schee, ach meiner Sö, 
denkst du dir, und daun geht’s schnö,

die Schochtl, sie geht wieder auf,
und dir fliagt a no da Wirfel drauf.

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